Haartransplantationen – so funktionierts!
Mittwoch, 1. September 2010
Wer sich zu einer Haartransplantation entschließt, sollte sich vor dem Eingriff gut über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten informieren.
Denn nicht bei jeder Art des Haarausfalls kann eine Transplantation auch den erwünschten Erfolg bringen – so bringt die Behandlung zum Beispiel bei Alopecia areata keine neue Haarpracht.
Es gibt zur Zeit zwei unterschiedliche Varianten der Haartransplantation – die sogenannte FUE-Technik oder die Strip-Technik.
Bei der FUE-Variante werden mit einer kleinen Hohlnadel verschiedene Stellen mit intakten Haarwurzeln von der Kopfhaut entnommen und an den kahlen Stellen wieder eingesetzt. Dazu wird die zu behandelnde Stelle entweder leicht eingeschnitten oder auch nur angeritzt und die zuvor entfernten Haarwurzeln hineingelegt. Die Vorteile bei dieser Methode sind ein geringer Wundschmerz und geringe Narbenbildung. Als Nachteil wird häufig der höhere Zeitaufwand sowie die höhere finanzielle Belastung angesehen.
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Die Strip-Technik bietet im Gegensatz zur FUE-Variante den Vorteil, dass bei einer einzelnen Behandlung mehr gesunde Haarwurzeln entnommen werden können. Dafür wird ein größeres Stück Haut mit gesunden Haarwurzeln und Haaren entfernt und auf die zu behandelnden Stellen angepasst. Die Stellen müssen bei dieser Methode allerdings meist vernäht werden – jedoch stört die vorhandene Narbe kaum jemanden unter der nach sprießenden Haarpracht.
Die Dauer von Transplantation bis hin zur neuen Haarfülle dauert Monate – jeder weiß, dass Haare nicht von heute auf morgen wachsen. Auch kommt es oft vor, dass im Bereich der transplantierten Haut die Haare nach 1 – 2 Monaten erst einmal ausfallen. Der Grund hierfür ist die Störung der Anagenphase ( Wachstumsphase ) durch die Operation.
Ebenso kann es vorkommen, dass eine Wiederholung der Transplantation notwendig sein kann – dies kommt zum Beispiel vor, wenn sich nicht genügend gesunde Haarwurzeln auf dem zu transplantierenden Hautstück befanden.
Wer sich nun fragt, ob sich denn eine so aufwendige und teure Prozedur lohnt, dem sei gesagt, dass ca. 90 – 95 Prozent aller Haartransplantationen erfolgreich verlaufen, d. h. die transplantierte Haut wächst an und die Haarwurzel entwickelt sich so positiv, dass neues Haar sprießt.
Aber wie auch bei jedem anderen chirurgischem Eingriff kann es auch hier zu Störungen der Wundheilung sowie einer verzögerten Abheilung der Narbe kommen – ebenso können Entzündungen auftreten.
Im schlimmsten Falle kann es sein, dass das transplantierte Gewebe abgestoßen wird.