Sport treiben während der Schwangerschaft?
Montag, 15. Juni 2009
Ist der Schwangerschaftstest positiv, muss die sportliche Frau von heute nicht gleich ihr Lieblingshobby aufgeben. Eine ausgewogene und moderate sportliche Betätigung während der Schwangerschaft hat viele positive Effekte auf die Mutter und das Ungeborene.
Frauen, die sich während der Schwangerschaft sportlich betätigen, fühlen sich ausgeglichener und zufriedener als “Couchpotatos “. Ein moderat betriebener Sport wirkt den hormonell bedingten Stimmungsschwankungen entgegen und sorgt somit für eine angenehmere Schwangerschaft.
Und die ” gute Laune ” kommt natürlich auch dem Ungeborenen zugute, denn ist Mama gut gelaunt, wirkt sich das natürlich auch positiv auf das Ungeborene aus.
Aber nicht nur der Aspekt der Ausgeglichenheit wirkt sich auf das positive Gefühl der werdenden Mama mit aus, sondern auch der körperliche Gesichtspunkt. Da es in der Schwangerschaft aufgrund der Hormonumstellung zu vielen kleinen und größeren Beschwerden kommen kann, fühlt sich Frau oft nicht so richtig wohl in ihrem Körper. Es kommt zu Wassereinlagerungen, die die Füsse und Finger anschwellen lassen – auch hier kann man mit ausreichender Bewegung etwas dagegen tun. Denn die Bewegung sorgt für eine gute Durchblutung des ganzen Körpers und dadurch wird das überflüssige Gewebswasser besser abtransportiert.
Auch das Gewicht steigt natürlich an, die Figur verändert sich und oft schmerzt der Rücken und die Beine, so dass häufigere Pausen im Alltag nötig werden.
Eine gute Kondition sowie ein trainiertes Herz-Kreislaufsystem sind da natürlich von großem Vorteil. Denn nicht nur die Schwangerschaft, sondern auch die Geburt sind ein ” Hochleistungssport ” für den Körper der Frau.
Aber auch das Risiko, an Schwangerschaftsdiabetes zu erkranken, wird durch viel Bewegung während der “besonderen 9 Monate ” minimiert.
Aber nicht jede Sportart ist in der Schwangerschaft erlaubt: So sollten die Sportarten auf jeden Fall vermieden werden, bei denen die Bauchmuskulatur stark beansprucht wird. Auch schweres Heben und Tragen sowie ruckartige Bewegungen oder Sportarten, bei denen man viel springen muss, sollten Tabu sein.
Gute Sportarten sind zum Beispiel Nordern Walking oder Schwimmen. Auch lange Spaziergänge tun dem Körper gut, die frische Luft belebt und die Verdauung wird angekurbelt.
Bevor Sie mit dem Sport in der Schwangerschaft beginnen, sollten Sie dieses Thema allerdings gründlich mit ihrem Frauenarzt/ärztin besprechen!!!
Generell gilt: War eine werdende Mutter schon vor der Schwangerschaft sehr sportlich, so kann sie natürlich auch während der Schwangerschaft weiter den sportlichen Betätigungen nachgehen – vorausgesetzt, der Arzt gibt sein Ok und es wird eine ” sanfte ” Sportart ausgewählt.
War die Frau jedoch vor Beginn der Schwangerschaft eher unsportlich, so sollte sie nicht plötzlich zur Sportkönigin mutieren.
2 – 3 mal pro Woche ca. eine halbe Stunde sanfter Sport – je nachdem wie wohl sich die werdende Mutter dabei fühlt – sind genau der richtige Ansatzpunkt.
Aber natürlich alles erst nach Absprache mit dem behandelnden Arzt.
Sportarten, die nach Rücksprache mit dem Arzt während der Schwangerschaft ausgeübt werden können:
- Schwangerschaftsgymnastik
- Schwimmen
- lange Spaziergänge
- Yoga
- Nordern Walking